Jahresbericht 2011 des Präsidenten

Liebe Kollegen

Wie üblich begann das Vereinsjahr 2011  mit der GV hier im Restaurant Eisenbähnli. 44 Mitglieder liessen es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Dem Wunsch des Vorstandes, sich für die GV anzumelden kamen nicht alle nach. Dies hatte zur Folge, dass in der Küche hektisches Treiben vonstattenging und man eiligst noch ein paar Pfund Härdöpfel schälte!

Also liebe Mitglieder, immer schön brav anmelden. Das Küchenpersonal freut sich darüber. 

Die Zeit von der GV bis zum eigentliche Start der Saison, normalerweise so Mitte März, eignet sich ja immer besonders gut, neue Modelle zu bauen, oder ramponierte endlich zu reparieren. Dann geht’s wieder los auf den Flugfeldern. Das war auch 2011 nicht anders. Ausserordentlich war jedoch das traumhafte Wetter im April und Mai. Praktisch den ganzen April hatten wir eine Bisenlage. Ende des Monats hatte ich in meiner Agenda bereits sagenhafte 20 Tage vermerkt. Entsprechend war der Andrang der Piloten beim Willehaus. Im Mai blieb das Wetter weiterhin ideal, wenn auch die Bisentage nicht mehr so zahlreich waren. Kein Problem, dafür haben wir ja die Froburg und dort war der Frühling 2011 auch phantastisch.

Es versteht sich von selbst, dass an unserem Arbeitsplauschtag am 16. April das schönste Wetter herrschte. Bald waren die anstehenden Arbeiten durch die 16 Mitglieder erledigt. Danach wurde gebrätelt und natürlich geflogen bis es schier die Folien von den Flügeln riss…

Übrigens, mit dem Arbeitssamstag ist der Unterhalt unseres Vereinsgeländes auf der Froburg nicht getan. Der Platzwart Dominique von Büren ist oft beim Rasenmähen des Landefeldes anzutreffen, damit wir mit unseren edlen GfK/Cfk Hightech Modellen sogenannte butterweiche Landungen hinkriegen. Ja, und damit nicht eines Tages am unteren Rand des Geländes gar ein dichter Eschenwald das Landen verunmöglicht, ist Beat Aebli besorgt. Wenn er nicht fliegen kann, macht er dort dem ewig spriessenden Jungwuchs den Garaus, oder mäht an den unzugänglichsten steilsten Stellen das verbliebene hohe Gras.

Paul Fiechter hat sich vorgenommen, den Mäusen ihr Handwerk zu legen. Neuerdings tut er dies mit Spezialmäusefallen, man könnte auch sagen mit einer Mäuse Guillotine. Paul gibt Interessierten gerne darüber Auskunft, nur so viel, es ist nichts für Zartbesaitete!

Auch am 1. August war wunderbares Wetter. Gut 20 Mitglieder und Angehörige genossen den vom Verein spendierten Apéro. Es bestand die Möglichkeit, mitgebrachtes Fleisch zu bräteln. Sogar eine Espressomaschine war auf dem Platz, Erich Münger sei Dank. Die stabilen Wetterverhältnisse begünstigten eine gute Thermikentwicklung leider nicht gerade, trotz des strahlenden Sonnenscheins. Glücklich war, wer einen Elektroflieger dabei hatte. Die anderen bemühten sich, mehr oder weniger erfolgreich, ihre Modelle nach Gummispick‘s oben zu halten.

Am 13. August wurde auf unserem Gelände auf der Froburg ein Neugeborenes getauft. Die Eltern hatten sich zuvor beim Verein gemeldet und die Bewilligung eingeholt.  Der Vorstand sah keinen Grund, den Eltern ihren Wusch abzuschlagen. Leider wurde die Taufzeremonie arg gestört, als ein kleiner Junge von Wespen attackiert wurde. 6 Stiche hatte der Bemitleidenswerte abbekommen. Die Wespen kamen aus einem Nest in der Nähe des Tisches aus dem Boden. Ist in all den Jahren noch nie vorgekommen. In aller Eile wurde das Kind dann getauft und die Gesellschaft zog von dannen. Zum Dank für unser Entgegenkommen durften wir dann anschliessend diverse Zigarettenstummel beseitigen. Der Ärger darüber war von kurzer Dauer, denn der Wind stand perfekt 90 Grad zum Hang und ermöglichte ein genussvolles Hangkantenfräsen.

Das Windfähnli auf dem sogenannten Aufwindbaum neben dem Windsackmast wurde im August  einmal mehr von einem Sturm beschädigt.  Der Präsident liess es ich nicht nehmen, persönlich rauf zu klettern, um es zu bergen und zu reparieren. Hans Krebs stand unter dem Baum, um nach dem Rechten zu sehen und um moralische Unterstützung zu leisten. Die Zeit ist nicht mehr fern, wo der Präsident das Klettern einem Jüngeren überlassen muss.

Nach all dem Wetterglück bei den anderen Anlässen war am 4. September fertig mit Lustig. Das Plauschfliegen fiel tristem Regenwetter zum Opfer. Selbst der Optimistischste musste einsehen, dass gegen einen konstanten Landregen nichts zu machen war. Da es für diesen Anlass kein Ausweichdatum gibt, wird der nächste Flugtag im Jahr 2012 organisiert.

Der Multimediaabend, gleichzeitig auch Chlaushöck, ist immer ein Höhepunkt des Vereinsjahres und dementsprechend gut besucht. 26 Mitglieder erfreuten sich am 18. November an den vom Filmoperateur Erich Münger gezeigten Filmen und liessen sich die vom Verein gesponserten Mandarinen und Nüssli schmecken. Star des Abends war Yves Süess’s Oldtimer, eine ganz aus Holz gebaute ASK 18. Yves hat über den Bau der ASK eine tolle Dokumentation erstellt und diese, mit Livekommentar, vorgeführt. Die ASK war in voller Grösse im angrenzenden Fumoir zu bewundern. Nach den Filmvorführungen stand Yves vielen interessierten MSV Mitgliedern „Red und Antwort“ zu seinem nicht alltäglichen Projekt.

Damit das Vereinsschiff  auf Kurs bleibt, braucht es immer ein gewisses Mass an Organisation. Der Präsident kann sich dabei voll auf die sehr gute Arbeit der Vorstandsmitglieder verlassen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Kollegen vom Vorstand. Danken möchte ich auch allen anderen, die sich für das Wohl des MSV einsetzen. Stellvertretend möchte ich da unseren Webmaster Dieter Altenbach erwähnen. Er betreut seit Jahr und Tag unsere Homepage. Es lohnt sich wirklich, dort gelegentlich einen Blick rein zu werfen. Zu guter Letzt möchte ich aber euch allen, liebe Modellflugpiloten, herzlich danken für euer Engagement und den Enthusiasmus für unser tolles Hobby. Das spornt den Vorstand an, weiterhin sein Bestes zu geben.

Liebe MSV Mitglieder, der Vorstand wünscht euch auch in diesem Jahr alles Gute, Glück und Gesundheit. Geniesst die schönen Tage auf die Froburg oder beim Willehaus.

Winznau im Januar 2012                         Präsident MSV Froburg                 Gusti Bieli

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