ALULA-Junkies unter sich

Traditionsgemäss findet jeweils am 1. August auf unserem Fluggelände das Apéro statt. Das eine Jahr mit schönem, das andere mit schlechtem Wetter. Dieses Jahr mit Gutem.

Dieses Jahr habe ich Sibylle gefragt, ob Sie Lust hätte, den 1. August auf der Frobi zu verbringen. Ja, Sie hat! Also Essen einpacken, Kiosk bereit stellen, Modelle aussuchen und alles einladen. Bei den Modellen beschränke ich mich auf ALULA und WEASEL. Das reicht. Mit unserem Elektro-Gedönz fahren wir auf die Froburg, wo bereits einige Mitglieder daran sind, die Infrastruktur aufzubauen. Allen voran Erich, welcher die Kaffee-Maschine betriebsbereit macht. Andere Mitglieder stellen die Sonnenschirme auf, was bei dem harten Boden kein einfaches Unterfangen ist. 

Der Wind ist mässig und weht von der falschen Seite. Aber, die Wetterprognose sieht vielversprechend aus. „Dä dräiht de scho no!“ meint Kilian. Und Aiolos (Gott des Windes Erich) stimmt ihm zu! Und während sich die meisten Anwesenden an den Cocktail-Snacks laben, dreht der Wind tatsächlich in die richtige Richtung und frischt auf. Kilian hat keine Lust auf Snacks und Blabla und gibt seiner ALULA die Sporen. Das Teil steigt so gut, dass sich Kilian schnellentschlossen den ROTMILAN zusammenstellt und denselben gleich seinem Element übergibt. Aber, die Verhältnisse sind  selbst für dieses Modell nicht ideal, so dass Kilian wieder auf die ALULA umsteigt. Kilian muss feststellen, dass die Verhältnisse auch für eine ALULA einmal ganz schlecht sein können. Aber Glück im Unglück kann er seine aussen-gelandete ALULA mit dem Auto holen. Er musste dazu nicht einmal austseigen. So genial hat er die ALULA gelandet. Das findet Gusti so cool, dass er seinen FLIDL an der gleiche Stelle landet. Das Hol-Prozedere wiederholt sich.

Mittlerweile ist der Grill heiss und die Würste gar, so dass man den 1. August mit „artgerechten“ Speisen feiern kann. Es wird über Gott und die Welt und das Modellfliegen gesprochen und die Stimmung ist sehr gut. Kaum hat man die „Pflicht“ des Essens erfüllt, steht die „Kür“ an. Durch Kilians ALULA-Flüge animiert, schmeissen viele Mitglieder Ihre ALULA’s über die Hangkante gegen Wisen. Der Wind ist gut und recht stark. Dies verschafft den Mitgliedern, welche an der Hangkante stehen oder auf der Bank sitzen, eine willkommene Abkühlung. Aber diese Abkühlung erreicht die Finger an den Knüppeln der Fernsteuerungen nicht überall. Mittlerweile sind einige Nuris und ALULA’s in der Luft und Gusti mit seinem „FLIDL“ mischt auch mit. In den höheren Lagen vergnügen sich noch einige „normale“ Schaumwaffeln. Aber zurück zur unteren Etage. Da spielt die Musik. Während die Meisten ihre ALULA’s von links nach rechts fliegen, fliegt die „Möwe Jonathan“, welche anders sein will, Loopings gegen den Hang und von diesem weg. Es kommt, wie es kommen muss, die „Rüpel“-ALULA und der „Anstands“-FLIDL geben einander einen Kuss! Wie zwei ineinander verhakte Raubvögel trudeln die Modelle gen Boden. Knapp über diesem kann sich die „Attacken“-ALULA vom Friedens-FLIDL lösen und weg fliegen, während Gusti seinen FLIDL neu starten muss. Jetzt ist aber endgültig Feuer im Dach. Das kreuz- und Querfliegen wird nun intensiviert. Es gibt auch noch einige Berührungen der Modelle in der Luft, aber keine so dramatischen, wie die oben beschriebene. Das einander hinterher fliegen wird zelebriert, mit in Kauf nahme von Berührungen, welche natürlich nicht ausbleiben. Die ALULA-Junkies schlagen voll zu! Die Situation kühlt sich etwas ab, als der Wind so auffrischt, so dass sich die ALULA’s auf dem Gelände verteilen. Eine landet im Maisfeld, eine andere im Lee und eine weitere sogar auf dem Buchenhag. Eine Pause ist angesagt.

Beim Sitzen lässt es sich sehr gut beobachten, wie die Voll-„Süchtigen“ ihre ALULA’s und andere Nuris herumheizen. Ein Storchenpaar (echt, ohne Fernsteuerung) gesellt sich zu den Modellen. Ein unbeschreiblich schöner Anblick. Nach einigen Kreisen. lassen die Störche die wilden Vögel am Hang unter ihnen hinter sich und segeln davon. Störche auf der Frobi? Ja, für mich das erste Mal, dass ich diese Vogelart auf der Frobi gesehen habe.

Zwischen vier und fünf beginnen wir zusammen zu räumen. Viele Anwesende packen an und ein. Beladen ihre Fahrzeuge. Erich verräumt seine Kaffeemaschine, welche heute nicht zum Zug gekommen ist. Es war angenehm warm, aber für einen Kaffee doch zu heiss. Nichts desto Trotz möchte ich Erich für das bereit stellen der Maschine danken.

Ein wunderbarer 1. August geht zu Ende. Alle fahren zufrieden nach Hause und freuen sich auf den nächsten Event. Und dafür wurde heute trainiert: der ALULA-Wettbewerb!

Gruss Manuel

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