Alternatives Alulafliegen

Am Sonntag fahre ich, wie von unserem Aiolos (Erich) angegebenen Termin auf der Einladung, auf die Froburg. Es ist 10:30 Uhr, und ich denke, ich bin der Erste oben. Denkste! Da stehen und sitzen schon einige beim Eingang zum Reservoir. Das Gesprächsthema Nummer Eins: der Wind! Erstens kommt er aus der falschen Richtung und zweitens vieeel zu schwach. Nach einer kurzen Unterredung wird entschieden, dass wir auf das Fluggelände beim Willehaus umziehen. Wir verteilen Grill, Klapptisch und Gasflaschen auf die verschiedenen Autos und fahren los.

Beim Willehaus angekommen, gibt es eine Spaltung der Gruppe. Die einen, die fluggeilen, rennen runter zum Stall und schmeissen ihre Alulas in den Wind. Hier stimmt die Richtung, aber die Stärke dürfte etwas grösser sein. Nichtsdestotrotz werden die Alulas geschmissen, und geschmissen, und … Die andere Hälfte beschäftigt sich mit dem Einrichten des Grills und der Getränkeablage. Da es auch langsam gegen Mittag geht, meldet sich der Hunger und wir beginnen den Grill zu aktivieren. Dank der neuen Platte im Grill, gespendet von Dominique Gugger (Danke vielmals!), werden die ersten Würste schnell heiss und Schwarz! Ja, diese Platte hat es halt in sich! Schnell wird das Gas zurückgedreht und die nächsten Würste gelingen perfekt. Wir sind genüsslich am Essen, so dass es auch die Alula-Schmeisser anlockt. So sitzt die ganze Gruppe um den Grill und geniesst die Würste mit Brot und Senf. Runtergespült wird mit alkoholfreiem Bier und Mineral. Während des Essens erscheint Bruno, Gipfel-Bruno. Diesmal ohne süsse Versuchungen. Ein enttäuschtes Stöhnen ertönt aus der ganzen Gruppe. Vielleicht das nächste Mal wieder.

Während des Essens wird schnell klar, dass das Interesse an einem Wettkampf an diesem Tag nicht vorhanden ist. Obwohl Kusi sich sehr grosse Mühe gegeben hat und ein sehr ansprechendes Datenblatt entworfen hat, wählt er die gemütliche Variante des Nachmittags. Wobei, sooo gemütlich auch wieder nicht. Kusi hat, als Experimentator, seiner Alula einen Hochstarthaken spendiert. Als Seilwinde dient eine Kunststofftrommel mit darauf aufgewickeltem Seil. Und die Trommel ist an einem Akkuschrauber befestigt. Beim ersten Start, mit Kilian an der Winde, wird Vollgas gegeben. Das Resultat: noch fliegende Alula mit Bruch der Nase und des Flügelansatzes. Aber nichts, was etwas 5-Minuten Epoxy nicht beheben kann. Bei den weiteren Starts, lässt Kilian etwas mehr Gefühl walten und das Resultat lässt sich fliegen.

Erich und ich sitzen gemütlich auf der Sitzbank, geniessen das Leben und schauen dem wilden Treiben unten beim Stall zu. Die Thermik-Verhältnisse sind nicht überragend. Doch ab und zu kann sich eine Alula oder der Tigra von Kurt in einem Schlauch sehr hoch hochschrauben, um dann bald wieder auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. Irgendeinmal packt es mich auch, aber ich fliege nicht mit der Alula. Ich stecke mein Modell mit E-Motor zusammen und geniesse einen wunderbaren Flug mit Thermik und auch ohne.

Gegen halb viel packt uns wieder der Hunger. Wir starten eine zweite Grillrunde. Nach dieser sind beinahe alle Würste und 1 kg Brot gegessen. Mit gefülltem Magen ebbt die Fluggeilheit merklich ab und wir beginnen abzuräumen. Die Meisten gehen direkt nach Hause. Kilian und ich bringen den Grill, den Tisch und die Gasflaschen noch auf die Froburg und treffen im Eisenbähnli auf Kurt und Marcel Kämpf, mit welchen wir abgemacht haben, zu einem Kaffee. Da wir beim Willehaus keine Steckdose haben, konnte Erichs Kaffeemaschine seine Freude nicht entfalten. Manfred hat sich das gemerkt und wird das nächste Mal ein Aggregat mitbringen. 

Ein gemütlicher Sonntagnachmittag geht zu Ende. Wir sind alle auf die Bilder gespannt, welche Kilian und Marcel Kämpf den ganzen Nachmittag geschossen haben. Auch Ihnen einen herzlichen Dank.

Na dann, bis zum nächsten Jarh!

Euer Präsi

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